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DEGAM-Leitlinienset Nr. 5
Bestehend aus:
1 Broschüre mit 87 Seiten,
1 Kurzfassung (plastiklaminierte A5-Karte),
25 Stk. Patientenfaltblatt,
Zusatzmodule:
Fragebogen
- zur Anamnese (6 Stk.),
- für Patienten (6 Stk.),
Blasentagebuch (6 Stk.),
im Karton-Schuber
Preis: 21,60 €
(Nettopreis 20,19 €
+ MwSt. 7%, 1,41 €)
Auch separat erhältlich:

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Blasentagebuch (100 Stk.),
8 Seiten
Preis: 14,80 €
(Nettopreis 13,83€
+ MwSt. 7%, 0,97€)
Zur Ansicht:
Herausgeber
Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Familienmedizin (DEGAM), c/o Abteilung für Allgemeinmedizin, Universitätsklinikum,
Moorenstr. 5,
40225 Düsseldorf,
Tel.: 0211-8117771,
Fax.: 0211-8118755
Autoren
Dr. Christina J. Niederstadt
Medizinische Informatik, Medizinische Hochschule Hannover
Dr. Thorsten J. Doering
Abteilung Allgemeinmedizin, Medizinische Hochschule Hannover
unter Mitarbeit von:
Prof. Dr. Heinz-Harald Abholz,
Dr. Detmar Jobst,
Abteilung für Allgemeinmedizin,
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Dr. Peter Maisel,
Arbeitsbereich Allgemeinmedizin, Westfälische Wilhelms-Universität Münster
mit Unterstützung durch:
Prof. Dr. Gisela Fischer,
Abteilung Allgemeinmedizin, Medizinische Hochschule Hannover
Links:
Entwicklerseiten für DEGAM-Leitlinienentwickler
Präsentationsmaterial für Qualitätszirkel und die Kursweiterbildung
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DEGAM Leitlinie Nr. 5
Harninkontinenz
mit Anwendermodulen
Bereits der Entwurf zu dieser Leitlinie wurde im Frühling letzten Jahres mit dem renommierten DKV-Cochrane-Preis ausgezeichnet. Die Mittel aus diesem Preis wurden für die weitere Arbeit an dieser mittlerweile lange erwarteten DEGAM-Leitlinie eigesetzt.
Harninkontinenz als „das soziale Leben störendes oder die Lebensqualität beeinträchtigendes Symptom“, kommt einer amerikanischen Studie zufolge mit einer Prävalenz von 6% in der Gesamtbevölkerung vor. – Im ersten Kapitel der Langfassung der DEGAM-Leitlinie Nr. 5, einer 87 Seiten starken Broschüre, servieren die Autoren dem Leser ein paar Überraschungen. Es gibt hier nämlich einige nicht nur unter Laien und Patienten, sondern auch unter Ärzten verbreitete falsche Vorstellungen zu korrigieren. Vor allem die,
- das Krankheitsbild sei auf die Älteren beschänkt, und
- die Inkontinenz sei kaum behandelbar.
Im Kapitel „Definition und Epidemiologie“ heißt es dazu, „Da es sich bei der Harninkontinenz aus den oben aufgeführten Gründen um ein in seiner Bedeutung – aber auch bezüglich der Prognose – unterschätztes Gesundheitsproblem handelt, existiert vermutlich eine hohe Dunkelziffer an Betroffenen. Einige Studien gehen von bis zu 85% unbehandelten und unerkannten Betroffenen aus. ...Diese Tatsache führt dazu, dass viele Betroffene erst dann zu einer medizinischen Therapie gelangen, wenn es für einfache, konservative Maßnahmen bereits zu spät – und der Erfolg invasiver, chirurgischer oder medikamentöser Maßnahmen nicht mehr gewährleistet ist.“
Und: „Nicht nur der Tabucharakter, der dem Symptom anhaftet, macht eine Aufdeckung der Betroffenen schwierig. Es existiert auch eine schwer ausrottbare Überzeugung, dass Inkontinenz ein normaler Bestandteil des Alterungsprozesses und deswegen eine Behandlung weder notwendig noch erfolgversprechend sei. (Füsgen 1988; AHCPR 1992, Dallosso et al. 2003). Auch unter Medizinern wird eine kurative Behandlung häufig für nicht möglich oder nicht erforderlich gehalten, wie in mehreren Studien nachgewiesen werden konnte. (Cohen et al. 1999; Mitteness 1990).“
Die neue DEGAM-Leitlininie greift also in einer für die Gesamtreihe inzwischen schon typischen Weise ein Problemfeld von großer Bedeutung für Patienten, Ärzte und Allgemeinheit auf, das sich bislang gerade für den erstversorgenden Allgemeinarzt als wenig strukturiertes und unübersichtliches Konglomerat von abgestuften Beschwerden und möglichen Diagnosen präsentiert: eines der Felder also, wo aufgrund eines Mangels an strukturierter Information eine eigentlich unnötige „Schlecht-Versorgung“ vieler Patienten an der Tagesordnung ist. In diese unübersichtliche Landschaft bringt die Leitlinie gewissermaßen Ordnung hinein, zunächst was die diagnostische Seite angeht, dann aber auch hinsichtlich der Therapiewege, die Ärzten und Patienten hier zur Verfügung stehen.
Nach einer Übersicht über 8 verschiedene Unterformen von Harninkontinenz stellt Kapitel 2 der Langfassung Schritt für Schritt das anamnestische und diagnostische Vorgehen vor und geht auf die erforderliche Zusammenarbeit mit dem Patienten ein (Stichwort z. B.: „Blasentagebuch“). Es folgen praxisorientierte Abschnitte, Behandlungsoptionen, Beratungskonzept, Hilfsmittel, Medikamente, spezifische nichtmedikamentöse Maßnahmen, operative und invasive Maßnahmen. Weiter folgen Abschnitte mit Hintergrundinformationen, Informationsquellen (Internet!) und Darstellungen der wissenschaftlichen Situation mit dem Stand der Evidenzen zu den vorgestellten Vorgehensweisen.
In ähnlicher Weise wie die Langfassung in ihrem Aufbau den Ablauf der Beratung, Untersuchung und Behandlung in der Praxis spiegelt, so sind auch die zusätzlichen Module der Leitlinie genau auf die Erfordernisse des Praxisalltags zugeschnitten. Die bei diesem Beratungsanlass oft notwendige intensive Zusammenarbeit mit den Patienten spiegelt sich in der Fülle von Zusatzmodulen, die diese Leitlinie auszeichnen. Es gibt hier nicht nur die schon von anderen DEGAM-Leitlinien bekannte Kurzfassung für den Arzt auf einer plastiklaminierten Kitteltaschenkarte und die Patienteninformation als Faltblatt in 25-facher Ausfertigung, sondern darüber hinaus noch einen Anamnesebogen für den Arzt, einen für den Patienten, sowie eben das Blasentagebuch. Von den letzten drei Modulen sind jeweils 6 Exemplare dem neuen Leitlinien-Set beigefügt, das aufgrund dieser Module um einiges umfangreicher als die bisherigen ausfällt.
Die DEGAM-Leitlinie Nr. 5 „Harninkontinenz“ ist seit Anfang Oktober 2004 lieferbar.
Auf vielfachen Wunsch bieten wir Ihnen die Patienteninformationen hier jetzt auch als separates Produkt an.
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