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Neue DEGAM Leitlinie Halsschmerzen
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Eine Leitlinie aus der Reihe der DEGAM Leitlinien
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Themenbereich Medizin

Informationstexte zu den einzelnen Publikationen finden Sie, indem Sie die Abbildungen in der linken Spalte anklicken.

Unser wichtigstes Projekt im Bereich Medizin stellt die Reihe Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin (DEGAM) dar. Deren Besonderheiten und Hintergründe stellen wir Ihnen hier vor:

Die ehrgeizigen DEGAM-Leitlinien

Der Anspruch...

Die Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin, kurz DEGAM, tritt mit dem Ehrgeiz auf, durch ihre Leitlinien-Arbeit („...Hilfen für eine gute Medizin“) in besonderem Maß Nutzen zu stiften für Ärzte und Patienten – gerade auch im Vergleich mit anderen medizinischen Leitlinienprojekten.

Die DEGAM-Leitlinien sind ausdrücklich nicht als „Richtlinien“ zu verstehen, die die Ärzte im Kontext einer immer mehr verrechtlichten Medizin nun noch weiter ihrer Handlungsfreiheit berauben würden. Vielmehr sind sie als Werkzeug zur gemeinsamen Entscheidungsfindung für Ärzte und Patienten angelegt; letztlich sollen sie damit die medizinische Versorgung zugleich verbessern helfen und ökonomisch vorteilhaft beeinflussen: Sie sollen diese sozusagen in einem Aufwasch rationaler und rationeller machen.

Bestimmte Einzel-Aspekte im Zustandekommen und der Machart der DEGAM-Leitlinien begründen diesen Anspruch.

Die Einlösung des Anspruchs - strukturelle und inhaltliche Besonderheiten...

Die wichtigste inhaltliche Besonderheit der DEGAM-Leitlinien besteht darin, dass sie früher ansetzen: Statt wie andere medizinische Leitlinien von bereits diagnostizierten und definierten Krankheitsbildern (z.B. Bandscheibenvorfall) auszugehen, setzen die DEGAM-Leitlinien fast durchweg bei lebensweltlichen Behandlungsanlässen (z.B. Kreuzschmerzen) an. Sie beraten den Arzt also bereits von dem Moment an, wo der Patient sein Sprechzimmer betritt und in allgemeinster Form seine Beschwerden ausspricht. Von diesem Ausgangspunkt werden Diagnostik, Therapie und Follow-up in prozesshafter Darstellung präsentiert, orientiert an typischen Praxisabläufen.

Das Konzept, die erforderlichen Praxisabläufe in der Leitlinie gleichsam zu spiegeln, zeigt sich auch im modularen Aufbau der Leitlinien-Materialien:

  • Da gibt es für die schnelle Orientierung des Arztes die plastiklaminierte Din-A-5-Kitteltaschenkarte mit der sehr knapp zusammengefassten Diagnostik und Therapie.
  • Für das Praxispersonal gibt es bei manchen Leitlinien ebensolche Karten mit Vorbereitungs-Anweisungen.
  • Ausführliche Hintergründe zum Verständnis und weitere Einzelheiten zur Diagnostik und Therapie findet der Arzt regelmäßig in der Langfassung der Leitlinie, einer Broschüre von meist etwa 50 bis 80 Seiten Umfang.
  • Für den Patienten sind die wichtigsten Handlungsempfehlungen knapp auf einem Infozept-Blatt zusammengefasst; wesentliche Hintergründe werden ihm in allgemein verständlicher Sprache auf einem vierfarbigen Patientenfaltblatt angeboten.
  • Von Fall zu Fall erweitern Symptom-Tagebücher für die Patienten, Anamneseraster für den Arzt und weitere Materialien den Umfang der Leitlinien-Sets.

Darüber hinaus sind die Behandlungsanlässe, die in einer DEGAM-Leitlinie gewürdigt werden, typischerweise Schuhdrücker-Themen für Hausärzte. Gerade unscharfen Behandlungsanlässen wie Schwindel, Müdigkeit, Kreuzschmerzen ist ja gemeinsam, dass sich hinter Ihnen ein unübersichtliches Konglomerat nosologischer Möglichkeiten verbirgt; Diagnosen von harmlos bis gefährlich kommen hier in Frage, es ist schwierig, festzulegen, wo eine sinnvolle Diagnostik beginnen und wo sie enden soll, und für die Therapien gilt dasselbe. Die DEGAM-Leitlinien strukturieren diese unübersichtlichen Landschaften durch stufenweise Entscheidungsfindungen und detaillierte, nach Qualität der wissenschaftlichen Evidenz aufgeschlüsselte Empfehlungen, gestützt durch Hintergrundinformationen. Hier wird genau herausgearbeitet, an welcher Stelle man als Arzt mit Recht auf eine weitergehende Diagnostik oder auf ein größeres Kaliber von Therapie verzichten darf – und an welcher Stelle nicht.

Der Entstehungsprozess...

Auch der Entstehungsprozess der Leitlinien weicht vom bekannten Muster ab, insofern als man sich hier nicht mit Konsens-Konferenzen von Universitäts-Ärzten (ironisch gesagt, mit dem OBST-Prinzip: Old Boys Sitting Together) zufrieden gibt. Die DEGAM ist die einzige Fachgesellschaft in Deutschland, die zur Erstellung ihrer Leitlinien die einschlägigen Universitäts-Lehrstühle, moderierte Qualitätszirkel, niedergelassene Ärzte in großer Zahl und Patienten in noch größeren Zahlen in einem komplizierten, in mehreren Publikationen genau beschriebenen und standardisierten Verfahren mit mehreren Iterations-Schleifen einbindet. Die Leitlinien werden, bevor sie einer breiteren Ärzte-Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, erst monatelang in Pilot-Versionen in zahlreichen Praxen getestet, dann wieder überarbeitet und fertiggestellt. Entwicklungszeiten von über einem Jahr sind die Regel. Die „Wiedervorlage“ des jeweiligen Themas, also die voraussichtlichen Aktualisierungsintervalle, werden bei den Veröffentlichungen schon mit angegeben.

Ein kürzlich erschienenes Buch „Hausärztliche Leitlinien zwischen Erfahrung und ‚Evidence’“ von Silke Brockmann beschreibt den Werdegang der DEGAM-Leitlinien und die dabei zu überwindenen Probleme mit wissenschaftlicher Genauigkeit.

Bisher erschienen - demnächst zu erwarten - in Planung...

Folgende DEGAM Leitlinien-Sets wurden bis jetzt veröffentlicht, zu den Behandlungsanlässen

Weitere Themen sind in Vorbereitung:

  • Kopfschmerzen
  • Alkoholprobleme
  • Brustschmerz
  • Schwindel
  • Schilddrüse
  • Varikosis
  • Kardiovaskuläre Prävention
  • Geriatrisches Assessment
Verbreitung und Lorbeeren...

Mehrere tausend Leitlinien-Sets werden zur Zeit in Praxen und Universitäten in der täglichen Arbeit mit den Patienten eingesetzt.

Zahlreiche positive Fachkritiken und zwei bedeutende Preise - der Deutsche Gesundheitspreis "Innovationen im Gesundheitswesen" 1999 für das Konzept der "DEGAM-Leitlinien" und der Preis der deutschen Cochrane-Collaboration 2003 für die Entwurfsfassung der demnächst erscheinenden Leitlinie "Harninkontinenz" sprechen dafür, dass die DEGAM mit ihren ehrgeizigen Leitlinien auf einem guten Weg ist.

Hinweis: Informationen zur Gültigkeitsdauer der Leitlinien finden Sie hier.
 
Links:

Webseiten der DEGAM zu den Leitlinien

Aktuelle Leitlinien:
Titel
NEU!
DEGAM Leitlinie
Rhinosinusitis

DEGAM-Leitlinienset Nr. 10
U. Popert, D. Jobst, K. Schulten,
J. Szecsenyi
Bestehend aus:
1 Broschüre 100 Seiten, 1 Kurzfassung (plastiklaminierte A5-Karte), 25 Stk. Patientenfaltblatt,
im Karton-Schuber
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EUR 18.60
ISBN 3-936572-14-3
ISBN-13: 978-3-936572-14-8
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DEGAM Leitlinie Rhinosinusitis

Mit der im Juni 2008 erschienenen DEGAM-Leitlinie Nr. 10 „Rhinosinusitis“ setzt die Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Familienmedizin ihre erfolgreiche Reihe von „Hilfen für eine bessere Medizin“ fort, die mittlerweile in Tausenden von Hausarztpraxen eingesetzt werden. Die neue Leitlinie liefert insbesondere die notwendigen Informationen zur einer sinnvollen Neuorientierung und Feinjustierung der Therapie der Rhinsoinusitis in der hausärztlichen Praxis.

Die akute Rhinosinusitis ist eine der 10 häufigsten Erkrankungen in der Primärmedizin und derzeit der fünfthäufigste Anlass für die Verschreibung von Antibiotika: Die meisten Ärzte denken an eine bakterielle Ursache und verordnen in 85-98 Prozent der Verdachtsfälle Antibiotika, obwohl die Erkrankung meist durch Viren bedingt ist. Dabei haben selbst bakterielle Sinusitiden eine gute Spontanheilungsrate, so dass bis heute unter allgemein­medizinischen Bedingungen die Effektivität einer Antibiotikatherapie nicht schlüssig nachgewiesen werden konnte.

Mehr Informationen zu dieser Leitlinien.

   
Titel
NEU!
DEGAM Leitlinie
Husten

DEGAM-Leitlinienset Nr. 11
V. Braun, T. Kröhn, M. Herrmann

Bestehend aus:
1 Broschüre 80 Seiten,
2 Kurzfassungen (plastiklaminierte A5-Doppel-Karten), 25 Stk. Patienteninfo-Faltblatt A4, im Karton-Schuber
mehr
EUR 18.60
ISBN: 3-936572-15-1
ISBN-13: 978-3-936572-15-5
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Neue DEGAM Leitlinie Husten

Husten zählt zu den am meisten vorgebrachten Beschwerden in der allgemeinärztlichen Praxis mit deutlichen saisonalen und altersabhängigen Schwankungen. Die Erkrankungen mit dem Leitsymptom Husten sind volkswirtschaftlich bedeutsam, da Atemwegserkrankungen an erster Stelle für Arbeitsunfähigkeiten verantwortlich sind. 

Entscheidend bei diesem Beratungsanlass vor allem in der Praxis des Allgemeinarztes ist die Unterscheidung zwischen dem banalen Husten, bei dem nur geringer Handlungsbedarf vorliegt, und den abwendbar gefährlichen Verläufen, die eine besondere Aufmerksamkeit, weitergehende Diagnostik und Therapie erfordern.

Ziel dieser Leitlinie ist es, in der hausärztlichen Versorgung tätigen Ärzten Differentialdiagnosen beim akuten und chronischen Husten aufzuzeigen, Entscheidungshilfen für die Gestaltung einer hinreichenden Diagnostik beim Symptom Husten nahe zu bringen und angemessene Ratschläge für die Therapie erwachsener Patienten zu geben. Die Aussagen der Leitlinie stützen sich einerseits auf Ergebnisse wissenschaftlicher Untersuchungen, andererseits aber auch, bei Fehlen dieser Untersuchungen, auf überzeugende Erfahrungen aus der hausärztlichen Praxis.

Mehr Informationen zu dieser Leitlinien.

   
Titel
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DEGAM Leitlinie
Demenz
DEGAM-Leitlinienset Nr. 12
H.C. Vollmar, P. Mand, M.E. Butzlaff

Bestehend aus:
1 Broschüre 160 Seiten,
1 Kurzfassung (plastiklaminierte A5-Karte), 25 Stk. Patienteninfo-Faltblatt A4, im Karton-Schuber
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EUR 18.60
ISBN: 3-936572-16-X
ISBN-13: 978-3-936572-16-2
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DEGAM Leitlinie Demenz

Alle Personen, die mit dem Krankheitsbild Demenz konfrontiert werden – Betroffene, Angehörige, Pflegende und Ärzte – stehen vor vielfältigen Herausforderungen. Ziele der therapeutischen und pflegerischen Bemühungen sind

  • die Progredienz der Demenzerkrankung möglichst zu verlangsamen und die kognitiven Leistungen und die Alltagsfähigkeit möglichst lange aufrecht zu erhalten,
  • die bestmögliche Gestaltung der Versorgungssituation von Patienten und Angehörigen.

Dabei liegen die medizinische und psychosoziale Versorgung und Koordination Demenzkranker und ihrer Angehörigen oft in den Händen der Hausärzte und bedürfen meist nur in speziellen Situationen einer weitergehenden Betreuung im Sinne von fachspezialistischer oder stationärer Versorgung.

Mehr Informationen zu dieser Leitlinien.

   
Titel
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DEGAM Leitlinie
Nackenschmerzen

DEGAM-Leitlinienset Nr. 13
M. Scherer, E. Plak

Bestehend aus:
1 Broschüre 84 Seiten,
1 Kurzfassung
(plastiklaminierte A5-Karte),
25 Stk. Patienteninfo-Faltblatt A4,
im Karton-Schuber
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EUR 18.60
ISBN-10: 3-936572-18-6
ISBN-13: 978-3-936572-18-6
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DEGAM Leitlinie Nackenschmerzen

Das Thema dieser neuen DEGAM­Leitlinie ist von hoher Relevanz sowohl für die Allgemeinärzte als auch für deren Patienten: Erheblicher Leidensdruck für die Betroffenen, hohe Häufgkeit und infolgedessen wirtschaftliche Bedeutung für Patienten, Ärzten und Allgemeinheit.

Ähnlich wie die Themen früherer DEGAM­Leitlinien, weist auch der Konsultations-Anlass „Nackenschmerzen“ für den niedergelassenen Allgemeinarzt sowohl hinsichtlich der erforderlichen Diagnostik als auch der möglichen Therapien zunächst etwas Unspezifsches und Wenig­Strukturiertes auf, das es ihm erschwert, sich hier im Einzelnen genau differenzierend und adäquat zu verhalten.

Hier setzt die neue Leitlinie an. Zu ihren wichtigsten Zielen gehört, dass sie den Arzt mit seinen Patienten in die Lage versetzen soll, Chronifzierungen abzuwenden, in der Menge der unkomplizierten Fälle die gefährlichen zu erkennen, die Diagnostik auf das Sinnvolle zu beschränken und auch in der Therapie das Notwendige vom Unnötigen und sogar Gefährlichen zu unterscheiden.

Mehr Informationen zu dieser Leitlinien.

   
Titel
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DEGAM Leitlinie
Halsschmerzen

DEGAM-Leitlinienset Nr. 14
H. Wächtler, J.-F. Chenot

Bestehend aus:
1 Broschüre 104 Seiten,
1 Kurzfassung
(plastiklaminierte A5-Karte),
25 Stk. Patienteninfo-Faltblatt A4,
im Karton-Schuber
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EUR 18.60
ISBN-10: 3-936572-19-4
ISBN-13: 978-3-936572-19-3
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DEGAM Leitlinie Halsschmerzen

Die neue DEGAM-Leitlinie „Halsschmerzen“ erscheint Dezember 2009, mit den bekannten, an der Praxis ausgerichteten Modulen der Langfassung, der Kurzfassung als Kitteltaschenkarte und der Patienteninformation.

In der Langfassung ist der aktuelle Wissensstand über das Krankheitsbild zusammengestellt, soweit relevant für die Allgemeinpraxis; insbesondere ein strukturiertes „Vorgehen in der Hausarztpraxis“ mit, u. a., den Möglichkeiten und vor allem den Grenzen ausschließlich telefonischer Beratung, den abwendbar gefährlichen Verläufen, der Indikationsstellung der Antibiotikatherapie (seltener erforderlich, als landläufg verschrieben) und der – noch seltener indizierten – operativen Therapie.

Mehr Informationen zu dieser Leitlinien.

   
   

 

 




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