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DEGAM-Leitlinienset Nr. 9
Teil 1
Christiane Muth,
Dr. Jochen Gensichen,
Dr. Martin Butzlaff
Bestehend aus:
1 Broschüre 96 Seiten (Teil 1),
1 Kurzfassung (A5-Doppel-Karte),
10 Stk. Patienteninfo-Heft (20 Seiten),
im Karton-Schuber
Preis: 18,60 €
(Nettopreis 17,38 €
+ MwSt. 7%, 1,22 €)
separat erhältlich:
Teil 2 - Evidenz und Rationale

Momentan nicht lieferbar.
Bestehend aus:
1 Broschüre mit 182 Seiten
Preis: 18,60 €
(Nettopreis 17,38 €
+ MwSt. 7%, 1,22 €)
Zur Ansicht:
Herausgeber
Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Familienmedizin (DEGAM), c/o Abteilung für Allgemeinmedizin, Universitätsklinikum,
Moorenstr. 5,
40225 Düsseldorf,
Tel.: 0211-8117771,
Fax.: 0211-8118755
Autoren
Christiane Muth, MPH,
Institut für Allgemeinmedizin, Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt am Main
Dr. med. Dipl.-Päd. Jochen Gensichen, MPH,
Institut für Allgemeinmedizin,
Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt am Main
Dr. med. Martin Butzlaff, MPH,
Fakultät für Medizin,
Universität Witten /
Herdecke
in Zusammenarbeit mit
dem Arbeitskreis Leitlinien in der Sektion Qualitätsförderung der Deutschen
Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM)
Links:
Entwicklerseiten für DEGAM-Leitlinienentwickler
Präsentationsmaterial für Qualitätszirkel und die Kursweiterbildung
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DEGAM Leitlinie Nr. 9
Herzinsuffizienz
Die chronische Herzinsuffizienz ist derzeit die dritthäufigste Todesursache, sie führt bei Betroffenen zu funktionellen Beeinträchtigungen, Einbußen an Lebensqualität sowie Lebenserwartung und verursacht Kosten von mehr als zweieinhalb Milliarden Euro jährlich – Trend steigend. Hausärzte erfüllen den Löwenanteil der gesundheitlichen Versorgungsaufgaben und sehen sich mit einem komplizierten Krankheitsbild konfrontiert, worüber beinahe täglich neue Studien in der internationalen Fachpresse erscheinen. Um in der Informationsflut nicht unterzugehen und in den komplexen Entscheidungssituationen auf unabhängige Empfehlungen zugreifen zu können, wurde die DEGAM-Leitlinie Herzinsuffizienz im Rahmen des vom Bundesforschungsministerium geförderten Projekts „Kompetenznetz Herzinsuffizienz“ entwickelt.
Diese evidenzbasierte Leitlinie berücksichtigt nationale und internationale Leitlinienempfehlungen. Sie ist aber im Gegensatz zu anderen existierenden Leitlinien direkt auf die Bedürfnisse und Entscheidungssituationen von Hausärzten im deutschen Gesundheitssystem zugeschnitten. Die Leitlinie gibt den aktuellen Forschungsstand wieder und wurde mit allen relevanten Fachgesellschaften unter Beteiligung eines Patientenvertreters konsentiert. Dabei wurde großer Wert auf die Abstimmung der Schnittstellen zwischen verschiedenen Versorgungsbereichen gelegt – so gibt es präzise Empfehlungen darüber, wann eine Vorstellung beim Kardiologen oder eine stationäre Einweisung sinnvoll sind.
Damit die Leitlinie den Anforderungen der Praxis gerecht wird, wurde sie vor der Veröffentlichung umfassend im hausärztlichen Praxisalltag getestet. Die wichtigsten Empfehlungen auf einen Blick erhält der Anwender auf einer Din-A5-Doppelkarte (Kurzfassung). 10 Schlüsselbotschaften, die sich an den Schwachstellen derzeitiger Versorgung orientieren, wurden der Langfassung vorangestellt.
Im der Langfassung sind Empfehlungen zu (fast) allen relevanten Fragestellungen rund um das Thema Herzinsuffizienz enthalten: von der Definition des Krankheitsbildes über die Behandlung von Notfallsituationen, die Definition von Beratungsanlässen, die angemessene Diagnostik, bis zur stadiengerechten Therapie. Jedes Thema beginnt mit einer klaren Fragestellung, der die Empfehlungen unter Angabe von Evidenzlevel und „Stärke der Empfehlung“ folgen. Eingebettet wurden zahlreiche praxisrelevante Tipps für die klinische Umsetzung der Empfehlungen. Ein zur späteren Publikation vorgesehener zweiter Teil der Langfassung wird die systematischen Bewertung der zugrundeliegenden Evidenz und weitere ausführliche Hintergrundinformationen, wie Angaben zu Epidemiologie und Pathophysiologie der Erkrankung sowie zur Methodik der Entwicklung der Leitlinie enthalten.
Zur Leitlinie gehört ein ausführliches Patienteninformationsheft von 20 Din-A5-Seiten. Darin sind neben wichtigen Informationen zur Erkrankung auch Muster für einen Patientenpass und Protokolle zur notwendigen täglichen Selbstbeobachtung enthalten. Patienten können damit gefährliche Ereignisse frühzeitig erkennen und angemessen reagieren.
Die besondere Relevanz und positive Bewertung dieser DEGAM-Leitlinie werden daraus ersichtlich, dass sie auf Beschluss der Bundesärztekammer und der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) Grundlage der derzeit in Entwicklung befindlichen Nationalen Versorgungsleitlinie (NVL) Herzinsuffizienz ist.
Die DEGAM-Leitlinie Nr. 9 „Herzinsuffizienz“ ist seit Anfang Oktober 2006 lieferbar.
NEU: Teil 2 der Langfassung zur DEGAM-Leitlinie Nr. 9 „Herzinsuffizienz“: Evidenz und Rationale
Die im vergangenen Herbst bei uns erschienene DEGAM-Leitlinie Nr. 9 „Herzinsuffizienz“ wurde vom Ärztlichen Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) als „beispielhaft“ bezeichnet. Bundesärztekammer und Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) wählten diese Leitlinie als Quellleitlinie für die Entwicklung der Nationalen Versorgungsleitlinie (NVL) „Chronische Herzinsuffizienz“ aus. Ausschlaggebend für diese Wahl waren die methodische Qualität und die Art der Beteiligungung von Interessengruppen.
Mit dem Erscheinen des 2. Teils der Langfassung dieser Leitlinie wird nun deutlich, warum die DEGAM-Leitlinie Nr. 9 Bestnoten erhielt: Dieser Band enthält die Zusammenfassung aller Evidenzbewertungen, auf denen die Empfehlungen der Leitlinie begründet sind. Die Ergebnisse aus systematischen Reviews, HTA-Berichten und Primärstudien werden referiert und kritisch diskutiert. Ihre methodischen Mängel als Quelle potentieller Ergebnisverzerrungen werden aufgezeigt – ebenso der oftmals noch unzulängliche Erkenntnisstand. Dieser Umstand ist überraschend, ist doch die chronische Herzinsuffizienz seit Jahren Top-Thema in Grundlagen- und klinischer Forschung.
Wie in dieser Leitlinie mit diesen „Grauzonen klinischer Entscheidungsfindung“ umgegangen wird, ist neu – neu bei der DEGAM und neu in der internationalen Leitlinienentwicklung. Denn diese evidenzbasierte Leitlinie wurde nicht nur interdisziplinär, multiprofessionell unter Beteiligung eines Patientenvertreters konsentiert. Bei der Formulierung von Empfehlungen wurden auch die Bewertungen von gesundheitlichen Nutzen und Risiken internationaler Leitlinienentwickler berücksichtigt.
Der 2. Teil der Langfassung dokumentiert die einzelnen Entwicklungsschritte, die bis zur Fertigstellung der Leitlinie erforderlich wurden, benennt beteiligte Organisationen sowie Fachgesellschaften und enthält Vorstellungen zu Verbreitung und Implementierung der Leitlinie. Auch in diesen „Hintergründen zur Leitlinienentwicklung“ ist Transparenz das oberste Ziel dieser industrieunabhängig durch das Bundesforschungsministerium (BMBF, Kompetenznetz Herzinsuffizienz) finanzierten Leitlinie. Der im Internet frei veröffentlichte Methodenreport ist die konsequente Fortsetzung dieses Leitgedankens.
Auf vielfachen Wunsch bieten wir Ihnen die Patienteninformationen hier jetzt auch als separates Produkt an.
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